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Turnierregeln der TDA (Tournament Directors Association) übersetzt von Thoma Lamatsch
1. Floorman
Das Floorpersonal ist angehalten, im besten Interesse des Spiels, mit Fairness als oberster Priorität zu entscheiden. In gewissen Umständen kann es dazu führen, dass technische Regeln "ignoriert" werden und im Sinne der Fairness entschieden wird. Die Entscheidung der Turnierleitung ist endgültig.
2. Chip Race
Das Chiprace beginnt immer bei Platz 1. Ein Spieler kann maximal einen Jeton erhalten. Ein Spieler kann nicht durch ein Chiprace aus dem Turnier ausscheiden. In dem Fall, dass ein Spieler nur noch einen Jeton übrig hat, wird das Chiprace normal durchgeführt. Sollte der Spieler nun das Chiprace verlieren, erhält er automatisch ein Stück von der kleinsten im Spiel befindlichen Jetoneinheit.
3. Odd Chips
Nicht teilbarer Jeton: Den nicht teilbaren Jeton bei Splitpots erhält immer der Platz links vom Dealerbutton. Bei allen Studvarianten erhält den Jeton die höchste Karte, gereiht nach der Farbe (Pik, Herz, Karo und Treff). Bei allen High/Low Varianten geht der Jeton zu High.
4. Side Pots
Bei einer Teilung wird jeder Sidepot separat geteilt. Sie werden vor der Teilung nicht zusammen gefügt.
5. Calling "Clock" oder "Time"
Ist bereits einige Zeit verstrichen und es wird "Clock" verlangt, so erhält der Spieler eine Minute Zeit, um seine Entscheidung zu treffen. Hat er nach Ablauf dieser Zeit noch keine Entscheidung getroffen, erfolgt ein Countdown von 10 Sekunden. Erfolgt noch immer keine Aktion, wird die Hand für "tot" erklärt.
6. Dead Button
Durch das Ausscheiden eines Spielers kann es passieren, dass der Button nicht weitergeht und zweimal an derselben Position bleibt.
7. Penalties und Disqualifikation
Ein Penalty (Zeitstrafe) KANN ausgesprochen werden, wenn ein Spieler die Karten öffnet oder herzeigt, obwohl es noch Aktion(en) gibt, oder ein(e) Karte(n) vom Tisch wirft oder gegen die "Ein Spieler pro Hand" Regel verstößt. Ein Penalty MUSS ausgesprochen werden bei "softplay", bei Falschspiel, schlechtem Benehmen, Fehlverhalten oder ähnlichen.
Es obliegt der Turnierleitung die Höhe des Penalty festzulegen. Von einer Button-Runde bis zu einer Disqualifikation!! Für die Dauer des Penalty hat der betroffene Spieler den Tisch zu verlassen. Bei einer Disqualifikation werden die Jetons eingezogen.
8. Am Sitzplatz
Ein Spieler muss, sobald alle Spieler ihre Karten erhalten haben, am Tisch sein, ansonsten wird die Hand für "tot" erklärt. Um "time" zu rufen, muss ein Spieler am Tisch sein. In Flopspielen, wird die Hand des Big Blinds für "tot" erklärt, wenn der Spieler vor dem Flop nicht am Tisch ist, um eine Aktion zu setzen. In den Studvarianten wird das "Forced Bet" sofort für "tot" erklärt, wenn der Spieler nicht am Tisch ist. (Forced Bet wird gesetzt und die Hand vernichtet)
9. Öffnen der Karten bei All-in
Alle Karten müssen geöffnet werden, sobald ein Spieler "All-in" ist und keine Aktion mehr möglich ist.
10. Raise Regeln
Wenn ein Spieler ein raise macht, indem er 50% oder mehr des Satzes davor anspielt, muss er den Satz auf die Höhe des Minimum Raise vervollständigen.
Ein unvollständiger All-in Satz in No Limit und Pot Limit Spielen gilt nicht als voller Einsatz!
11. Oversized Chip
Ein einzelner "oversized" Jeton gilt, ohne dass ein Raise annonciert wurde, als Call. Nach dem Flop gilt der oversized chip beim Anspiel entsprechend seiner Wertigkeit. Annonciert ein Spieler ein Raise und setzt einen oversized chip, gilt, bei allen No Limit und Potlimit Spielen, der höchst mögliche Betrag, maximal bis zu der Wertigkeit des Jetons.
Das Raise muss immer annonciert werden, bevor der Jeton den Tisch berührt.
12. No Disclosure, No Advice, One Player to a Hand
Spieler sind verpflichtet, auf das Spiel und die Mitspieler Rücksicht zu nehmen, ob sie nun in der Hand sind oder nicht.
1. Informationen über aktive oder gepasste Karten
2. Spielanalysen, solange noch eine Aktion möglich ist
3. Über eine Hand zu sprechen vor dem Showdown
sind nicht erlaubt.
Nur ein Spieler pro Hand ist zulässig.
13. Sitzverteilung
Turnier- und Satellitenplätze werden den Spielern durch Zufall zugewiesen.
14. Offizielle Sprache
Während des Spiels ist nur Englisch und die Sprache des Veranstalterlandes erlaubt.
15. Technische Geräte
Das Telefonieren, Senden von SMS und jede andere Art technischer Kommunikation ist am Tisch nicht erlaubt.
16. Wechsel des Kartendecks
Kartendecks werden bei jedem Dealerwechsel oder Limitwechsel getauscht oder nach eigenen Hausregeln. Spieler können kein Wechseln des Kartendecks beantragen.
17. Neues Limit
Sobald die Zeit eines Limits abgelaufen ist, wird von der Turnierleitung ein neues Limit annonciert und gilt ab der nächsten Hand. Eine Hand gilt mit dem ersten Shuffle als gespielt.
18. Re-buys
Kein Spieler darf eine Hand versäumen. Annonciert ein Spieler ein Rebuy bevor die erste Karte gedealt wurde, spielt der Spieler "behind" und muss das Re-buy machen.
19. Sichtbarkeit der Jetons
Die Jetons mit der größten Wertigkeit müssen immer für alle sichtbar sein.
20. Annoncieren der Hand
Verbale Aussagen betreffend der Wertigkeit der Hand sind nicht bindend. Jedoch obliegt es der Turnierleitung, Missbrauch und Falschannoncen zu ahnden.
21. Rabbit Hunting
"Rabbit hunting" ist nicht erlaubt
22. Blinds umgehen
Ein Spieler, der bei Tischwechsel oder Tischauflösung absichtlich die Blinds umgeht, muss die Blinds nachbringen und/oder erhält einen Penalty. Die nachgebrachten Jetons kommen in den nächsten Pot und sind "Dead money".
23. Sichtbare Jetons
Alle Jetons müssen immer sichtbar sein. Spieler dürfen zu keiner Zeit Jetons einstecken oder verborgen transportieren. Spieler, die Jetons eingesteckt haben, riskieren disqualifiziert zu werden! Die Jetons werden immer aus dem Turnier genommen.
24. Tischauflösung
Spieler, die von einem aufgelösten Tisch kommen, übernehmen auf dem neuen Platz die Rechte und Pflichten dessen. Sie können im großen Blind, kleinen Blind und am Button einsteigen. Einzige Position, in der sie keine Hand erhalten ist zwischen kleinem Blind und Button.
25. Ausgleichen der Tische
In Flop Spielen wechselt immer der Spieler in der Position des "Großen Blinds" in die schlechteste Position. (aber niemals ins "Kleine Blind"). Die Auswahl von welchem Tisch der Spieler genommen wird, ist durch die Turnierleitung festgelegt. An Tischen an denen 3 oder mehr Plätze frei sind, wird das Spiel gestoppt. In Stud Varianten wechselt derselbe Platz, der am anderen Tisch soeben frei geworden ist.
26. Raises, Erhöhungen
In No Limit Spielen gibt es keine Begrenzung der Raises. Das Minimum Raise ist immer so hoch, wie das Raise zuvor. In Limit Spielen gibt es eine Begrenzung (abhängig von den Hausregeln) der Raises, auch bei Heads-Up Situationen. Sobald das Turnier Heads-Up ist, trifft diese Regel nicht mehr zu.
27. Misdeals
In allen Studvarianten wird auf Misdeal entschieden, wenn eine der Holecards eines Spielers durch einen Dealerfehler aufgedeckt wird.
Wird in Flop Spielen die erste oder zweite Karte durch einen Dealerfehler aufgedeckt, wird ebenfalls auf Misdeal entschieden. Der Spieler am Button kann zwei Karten hintereinander erhalten.
28. Ungeschützte Hand
Sollte ein Dealer die ungeschützte Hand eines Spielers vernichten, hat der Spieler keine Regressansprüche und erhält auch keine Jetons zurück. Einzige Ausnahme, sollte ein Spieler ein "Raise" machen und dieses wurde noch nicht bezahlt, erhält er in diesem Fall sein "Raise" zurück.
29. Vernichten der Siegerhand
Die offensichtliche Siegerhand, die offen gezeigt wurde, kann vom Dealer nicht vernichtet werden und bleibt daher im Spiel. Die Unterstützung der Spieler, um solche Fehler zu berichtigen, ist willkommen.
30. Verbale Aussagen
Verbale Aussagen in der Reihenfolge sind bindend. Aktionen außerhalb der Reihenfolge sind bindend, wenn sich die bisherige Situation der Einsätze nicht verändert. Ein Check, Call oder Fold gilt nicht als Veränderung der Situation.
31. Exposing Cards
Ein Spieler, der seine Hand während dem Spiel öffnet, kann mit einem Penalty belegt werden, aber die Hand wird nicht für "tot" erklärt.
32. Setzen eines Raise
Im No Limit und Pot Limit gibt es folgende Möglichkeiten, das Raise zu setzen:
1) Der Betrag muss in einer Bewegung gesetzt werden
2) der Betrag zuvor annonciert und festgelegt sein
3) Das Raise annoncieren, den bisherigen Betrag zu setzen (call) und danach in einer Bewegung das eigentliche Raise setzen
33. Faires Spiel
Pokern ist ein individuelles Spiel. Soft play wird mit Penalties geahndet. Jemandem Jetons zuspielen wird mit einer Disqualifikation geahndet.
34. Pot Grösse
Nur in Pot-Limit Spielen wird Auskunft über die Potgröße gegeben. Der Dealer ist nicht verpflichtet in Limit oder No Limit Spielen den Pot zu zählen und gibt auch darüber keine Auskunft.
35. Button in Heads-up
Im Heads-Up ist das Small Blind immer in der Position des Buttons und setzt die erste Aktion. Sobald es zu einer Heads-Up Situation kommt, muss der Button so positioniert werden, dass kein Spieler zweimal hintereinander das Big Blind setzen muss.
36. Poker Etikette
Wiederholte Verstöße gegen die Etikette werden mit Penalties geahndet. Beispiele dafür sind, das Berühren fremder Karten oder Jetons, Spielverzögerung und ständiges Reden. Spieler sind angehalten in der Reihenfolge zu setzen.
37. Showdown
Im Showdown muss der Spieler, der den letzten Satz (Bet oder Raise) gemacht hat, als Erster seine Karten öffnen. Erfolgt kein Einsatz, muss der Spieler links vom Button die Karten als Erster öffnen. In Stud-Spielen muss der Spieler mit der höchsten Auflage, in Razz Spielen der Spieler mit der niedrigsten Auflage, den Showdown beginnen.
38. Verbleibende Aktion
Solange ein Spieler noch im Spiel ist und Karten hat, darf er nicht den Tisch verlassen.
39. String Raises
Der Dealer ist verantwortlich ein String Raise zu annoncieren.
40. Playing the Board
Um einen Anspruch auf einen Teil des Pots zu haben, muss ein Spieler, bei Playing the board, beide Karten öffnen
POKER-TURNIERREGELN der EPT:
1.Die Vergabe der Sitzplätze wird ausgelost und ist nicht übertragbar.
2.Der Button wird zu Beginn des Turniers sowie am Finaltisch durch die Ziehung der höchsten Karte ermittelt.
3.Jeder Spieler erhält zu Beginn des Turniers die gleiche Anzahl an Spielchips, wobei diese Anzahl in keiner Beziehung zum Buy-in des Events steht.
4.Alle Spielchips müssen jederzeit sichtbar sein - dies gilt ganz besonders für die Chips mit dem höchsten Wert, die nicht "versteckt" werden dürfen und jederzeit zu sehen sein müssen. Spieler dürfen zu keiner Zeit Spielchips in ihren Taschen aufbewahren. Ein Spieler, der Chips in seiner Tasche hat, verliert diese und wird zusätzlich bestraft (entsprechend Regel 31). Die eingezogenen Chips werden aus dem Turnier genommen.
5.Turnierfremde Spielchips dürfen nicht auf dem Tisch liegen - mit Ausnahme von maximal einem Chip zum Schutz der Karten.
6.Beim "Race for Chips" kann ein Spieler höchstens einen Spielchip erhalten. Das Race for Chips fängt immer bei Platz 1 an. Es kann kein Spieler durch das Race for Chips aus dem Turnier ausscheiden. Falls ein Spieler nach dem Race for Chips keinen Spielchip mehr haben sollte, erhält er einen Chip der kleinsten noch im Spiel verbleibenden Größe.
7.Die Einsätze müssen der Reihe nach im Uhrzeigersinn erfolgen.
8.Eine mündliche Ansage zum Zeitpunkt des Einsatzes ist bindend. Ein Handlung außerhalb der Reihenfolge kann unter folgenden Voraussetzungen bindend sein:
- Wenn ein Spieler außer der Reihe setzt, erhöht oder mitgeht, ist sein Einsatz bindend.
- Wenn der Spieler, der eigentlich an der Reihe war, mehr als den außerplanmäßig gemachten Einsatz setzt, kann der Spieler, der außer der Reihe gesetzt hat, entweder die Differenz einbringen, um mitzugehen, oder seinen Einsatz zurücknehmen und passen oder erneut erhöhen.
9.Wenn die Erhöhung eines Spielers den zuvor gemachten Einsatz um 50% oder mehr übersteigt, muss er seinen Einsatz soweit erhöhen, dass er die kleinstmögliche Erhöhung erreicht.
10.Wenn ein "Oversized Chip" ohne weitere Ansage ins Spiel gebracht wird, so gilt er vor dem Flop als bezahlt und nach dem Flop als voller Einsatz.
11.Um zu erhöhen, muss ein Spieler den gesamten Einsatz mit einer Bewegung machen oder die Höhe des Einsatzes ansagen. Mit dem Wort "Raise" verteidigt der Spieler sein Recht zur Erhöhung, aber diese Erhöhung muss mit einer zusätzlichen Bewegung erfolgen oder der Spieler muss den Betrag der Erhöhung ansagen.
12.Over-Blinds (Straddles) sind im Turnier nicht erlaubt.
13.Ein Under-Raise ist nur erlaubt, wenn ein Spieler "All-in" geht. Eine solche Erhöhung, die kleiner als das kleinstmögliche Raise ist, gibt dem Spieler, der bereits vorher agiert hat, nicht das Recht, erneut zu setzen.
14.Die Spieler müssen auf ihrem Platz verbleiben, bis der Dealer alle Karten ausgeteilt hat. Sitzt der Spieler nicht auf seinem Platz, nimmt der Dealer die Karten des Spielers sofort aus dem Spiel.
15.Sobald ein Spieler All-in ist und alle Einsätze gemacht sind, werden alle Karten aufgedeckt.
16.Im Turnier wird ein "Dead Button" verwendet.
17.Wenn das Zeitlimit für eine Runde abgelaufen ist und eine neue Runde angesagt wird, gelten die neuen Limits für die nächste Hand. Eine Hand beginnt mit dem ersten Mischen der Spielkarten.
18.Die Spieler haben nicht das Recht, nach neuen Karten zu verlangen.
19.Es ist nicht erlaubt, seine Karten während des Spiels anderen Spielern zu zeigen ("One player, one hand"-Regel).
20.Es ist nicht erlaubt, den Dealer zur Kartenausgaben bis zum River zu bitten, wenn das Spiel bereits durch Abwerfen der Hand auf dem Flop oder Turn entschieden wurde (sog. "Rabbit Hunting").
21.Wenn sich ein Spieler nach dem Auflösen des Tisches absichtlich so verhält, dass er durch Verzögern oder andere Tricks den Blinds an seinem neuen Tisch zu entgehen versucht, kann dieses Verhalten dazu führen, dass er die Blinds verliert und außerdem bestraft wird. Die Blinds kommen in diesem Fall als totes Geld in den nächsten Pot.
22.Falls ein Spieler ein Mobiltelefon benutzen will, muss er sich vom Tisch entfernen.
23.Mündliche Erklärungen zum eigenen Blatt sind nicht bindend und ein Kommentar zum möglichen Blatt des Gegenspielers ist nur erlaubt, wenn er zur Fernsehübertragung des Turniers beiträgt. Dies gilt jedoch ausschließlich für Spieler, die noch in der Hand vertreten sind - nicht aber für Spieler, die nicht mehr an dieser Hand beteiligt sind.
24.Spieler, die nicht mehr im Spiel sind, dürfen nicht über die laufende Hand diskutieren. Über abgelegte Karten darf ebenfalls nicht gesprochen werden.
25.Kein Spieler darf seine Karten während der laufenden Hand zeigen.
26.Es liegt in der Verantwortung des Spielers, seine Karten zu jeder Zeit zu schützen. Zieht der Dealer eine ungeschützte Hand ein, hat der Spieler keinerlei Anspruch auf Wiedergutmachung und erhält seinen bisherigen Einsatz nicht zurück. Nur im Falle, dass ein Spieler selber erhöht hat und noch kein anderer Spieler mitgegangen ist, erhält der Spieler seine Erhöhung zurück.
27.Die Dealer dürfen keine Gewinnerhand einziehen, die bereits aufgedeckt wurde und offensichtlich eine Gewinnerhand war.
28.Das Floor-Personal muss bei allen Entscheidungen dem Vorteil des Spiels und der Fairness höchste Priorität einräumen. Ungewöhnliche Umstände können es gelegentlich notwendig machen, die technische Regelauslegung zugunsten der Fairness zurückzustellen. Die Entscheidung des Floor Managers ist endgültig.
29.Wenn zwei oder mehr Spieler am selben Tisch ausscheiden, entscheidet die höhere Chipsumme über die Platzierung im Turnier. Scheiden während des regulären Spiels zwei oder mehr Spieler an unterschiedlichen Tischen aus, entscheidet die Reihenfolge ihres Ausscheidens über die Platzierung. Ist die Reihenfolge nicht eindeutig festzustellen, werden alle eventuell anfallenden Preisgelder zu gleichen Teilen aufgeteilt. Scheiden während einer "Hand for Hand"-Phase zwei oder mehr Spieler an unterschiedlichen Tischen aus, werden die Preisgelder zu gleichen Teilen aufgeteilt.
30.Das Management behält sich das Recht vor, jedes Event nach eigenem Ermessen im Interesse des Turniers oder seiner Spieler abzusagen oder abzuändern.
31.Die Turniertische werden zu allen Zeiten gleich besetzt. Die Spieler werden vom Big Blind zur ungünstigsten Position versetzt.
32.Gegen einen Spieler können die folgenden Penaltys (Strafen) verhängt werden:
(a) eine mündliche Verwarnung,
(b) Missed Hand Penalty,
(c) seine Hand wird als "tot" (ungültig) erklärt,
(d) Disqualifikation oder
(e) Ausscheiden.
Eine "Missed Hand"-Strafe wird wie folgt durchgeführt: Zu Beginn der nächsten Hand muss der Verursacher eine Hand für jeden Spieler am Tisch (einschließlich seiner selbst) aussetzen. Ein Supervisor kann eine 1-, 2-, 3- oder 4-Runden-Strafe aussprechen (z.B.: 7 Spieler mal 3 Runden = 21 auszulassende Hände). Der Verursacher muss den Tisch für die Dauer der Penalty verlassen. Wiederholte Regelverstöße führen zu zunehmend härteren Strafen.
Achtung: Wird ein Spieler während einer Strafe an einen anderen Tisch versetzt, muss er die verbleibende Dauer der Strafe am neuen Tisch verbringen. Dadurch kann ein Spieler mehr als einen Satz Blinds verpassen.
Disqualifizierte Spieler haben keinen Anspruch auf eine Rückerstattung ihrer Einsätze. Ihre Spielchips werden eingezogen und ihre Turnierplatzierung erfolgt auf Basis ihres Chipbetrags zum Zeitpunkt der Einziehung. Ein schwerer Regelverstoß kann darüber hinaus zu einem Ausscheiden aus dem gesamten Turnier führen, was bedeutet, dass der Spieler keinen Anspruch auf ein Preisgeld hat.
33.Falls ein Spieler für eine Entscheidung mehr Zeit als üblich braucht, kann ein Gegner die Einschränkung der Bedenkzeit verlangen ("Calling the Clock"): Der betreffende Spieler erhält dann 1 Minute Bedenkzeit, um seine Entscheidung zu treffen. Wenn er in dieser Zeit nicht agiert hat, gibt es noch einen "Countdown" von 10 bis 0 Sekunden. Falls ein Spieler bis zum Ende des Countdowns nicht agiert hat, wird seine Hand für ungültig erklärt.
34.Die Verwendung anstößiger Ausdrücke ist streng verboten und zieht die Verhängung von Strafen gegen den oder die Verursacher nach sich.
35.Im Falle jeglicher Unstimmigkeiten während eines Turniers im Rahmen der European Poker Tour hat der Turnierdirektor das Recht der alleinigen Entscheidung.
36.Verlässt ein Spieler das Turnier zu irgendeinem Zeitpunkt (aus welchen Gründen auch immer), verliert er jeden Anspruch auf eine Rückzahlung der Teilnahmegebühr. Die Spielchips des betreffenden Spielers werden weiterhin "ausgeblindet", also eingezogen, wenn er mit seinen Blinds an der Reihe ist. Sollte ein Spieler in dem Augenblick, wenn seine letzten Chips ausgeblindet werden, in den Preisgeldrängen sein, behält er seinen Anspruch auf alle Preisgelder, die ihm normalerweise aufgrund seiner Turnierplatzierung zustehen würden.
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