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Die Karten werden
1. einzeln bewertet,
2. in Beziehung zueinander gestellt,
3. die Position am Tisch in die Bewertung einbezogen
zu 1. Bewertung der einzelnen Karten
Die einzelnen Karten haben folgende Werte:
As = 16
König = 14
Dame = 13
Bube = 12
Zehn = 11
Alle anderen Karten haben den aufgedruckten Wert (z.B. sieben = 7)
Die Werte der beiden Karten werden addiert.
Beispiele:
As-7 = 16+7 = 23
Dame-5 = 13+5 = 18
zu 2. Die Beziehung der beiden Karten zueinander
Zusätzliche Punkte gibt es für folgende Kombinationen
+10 für ein Paar
+4 für Karten mit der gleichen Farbe (suited)
+3 für aufeinander folgende Karten (connectors) z.B. 3-4 oder Bube-Dame
+2 für eine Lücke von einer Karte z.B. 3-5 oder Bube-König
+1 für eine Lücke von 2 Karten z.B. 3-6 oder Bube-As
Punkte können auch mehrfach vergeben werden, z.B. ein suited-connector gibt 4+3, also 7 Extra-Punkte.
Beispiele:
Herz As-Herz 7 = 16(As)+7(sieben)+4(suited) = 27
Pik Dame-Karo König = 13(Dame)+14(König)+3(connector) = 30
Kreuz Bube-Kreuz Dame = 12(Bube)+13(Dame)+4(suited)+3(connector) = 32
Herz 7-Herz 10 = 7(sieben)+11(zehn)+4(suited)+1(Lücke von 2 Karten) = 23
zu 3. Die Position am Tisch
Für die Position am Tisch gibt es folgende Extra-Punkte:
+5 Late Position oder Button
+3 Middle Position
Auswertung
Es gibt 2 Möglichkeiten zur Auswertung:
1. Möglichkeit:
bis 30 = fold
ab 30 = call des Big Blind. Ein raise sollte nicht bezahlt werden.
ab 34 = raise bzw. call eines raises
2. Möglichkeit:
Die 2. Möglichkeit läßt bei der Berechnung die Position am Tisch außer Acht und bewertet zunächst einmal nur die Karten. Daraus ergeben sich folgende Aktionen:
ab 25 = ohne raises aus der late Position spielbar
ab 27 = ohne raises aus der middle und late Position spielbar
ab 30 = ohne raises aus jeder Position aus spielbat
Für raises gilt:
ab 29 = raise aus der late Position möglich
ab 31 = raise aus der middle und late Position möglich
ab 34 = raise aus jeder Position aus möglich
Bewertung des Systems
Dieses System ist besonders für Anfänger eine sehr gute Hilfe um die Starthände vernünftig einzuschätzen.
Es gibt aber auch Kritikpunkte:
- Die Anzahl der Spieler wird nicht berücksichtigt
- Paare kleiner als 8 sind nach diesem System nicht spielerbar
- Es ist sehr starr und man ist auf Dauer durchschaubar
Dennoch ist es eine sehr gute Orientierungshilfe um seine Starthand zu bewerten. Man kann darauf sein eigenes Spiel aufbauen. Bluffen, Blind-stealing, Spielertypen am Tisch usw. sind situationsbedingte Meßgrößen und müssen individuell ins Spiel einfließen. Das kann kein System dem Spieler abnehmen.
Die Hutchinson Formel kann einen aber vor dem größten Fehler bewahren:
Zu viele Hände zu spielen
Hutchison Statistik
Basis dieser Statistik ist eine Simulation, in der 10 Spieler jede Hand bis zum Ende durchspielen. Die Wahrscheinlichkeit jede zufällige Hand zu gewinnen liegt bei 10% (1:10 Spieler).
Starthände mit 30 oder mehr Punkten haben laut Aussage des Erfinders eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 17%.
Vergleicht man nun die Hände mit über 30 Punkten (Siegchance 17%) mit jeder zufälligen Starthand (Siegchance 10%), so hat man mit der Hutchinson-Formel eine 70% größere Gewinnchance! (17:10=1,7)
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